Die Techniker Krankenkasse macht es vor: Die digitale Gesundheitskarte!

Als Killer-Applikation der Digitalisierung wird die neue Gesundheitskarte betitelt.

Jeder kennt es selbst am besten - man geht zum Arzt und er benötigt die Unterlagen über einen Eingriff, von Blutergebnissen oder die genaue Dosis der Medikamentenzufuhr.
Doch man selbst kann sich nicht mehr an alles genau erinnern. 

Als Killer-Applikation der Digitalisierung wird die neue Gesundheitskarte betitelt. Die TK konnte es nicht mehr abwarten bis das deutsche Gesundheitssystem reagiert und entwickelte selbst für rund elf Millionen Versicherte eine eigene digitale Gesundheitskarte.
Durch mehr Transparenz und einen schnelleren Datenabruf, werden doppelte Untersuchungen vermieden.
Der Patient ist dabei der Herr seiner Daten und kann sie jederzeit abrufen.
Außerdem kann er entscheiden, ob er überhaupt eine digitale Gesundheitskarte möchte, welche Daten dort hinterlegt werden und wer auf die Informationen zugreifen darf. 

Die Versicherten können ihre Unterlagen über die App der TK aufrufen und bearbeiten.
Es wird optisch eine Zeitleiste eingeblendet, auf der Arztbesuche, Diagnosen, Abrechnungen und Befunde hinterlegt sind.
Hinzu kommen Informationen über Impfungen und die verschrieben Medikamenten. Des Weiteren können die Versicherten auch selbst gekauften Medikamente hinterlegen. 

Mit Zustimmung der Nutzer soll es in Zukunft auch möglich sein, Daten von Fitness-Trackern zu verwenden. Denn auch in diesen Daten können hilfreiche Informationen für den behandelnden Arzt versteckt sein. 

Zum Thema Sicherheit erklärte die TK, dass die Informationen zentral auf Datenspeichern von IBM in Frankfurt/Main abgelegt werden. Die Daten sind so verschlüsselt, dass sie nur vom Versicherten abrufbar sind. IBM und die TK haben keinen Zugriff auf die Daten und somit sind die Daten so sicher, wie es nur sein kann, laut TK. 

Nicht nur ein großer Vorteil für die Versicherten tritt mit der neuen Gesundheitskarte in Kraft, sondern auch die TK spart durch die neue Karte, denn die Kosten werden durch den Wegfall von Doppeluntersuchungen eingespart.
Dem Unternehmen ist allerdings auch wichtig, dass die Versicherten durch die Karte einen ganz genauen Überblick über die Befunde der Ärzte bekommen. 

Zum jetzigen Zeitpunkt wird die Karte schrittweise bei Versicherten eingeführt, insofern Interesse besteht. Zurzeit ist es Ärzten noch nicht möglich, Informationen in die Akte einzustellen. Allerdings kann der Versicherte Befunde aus der App dem behandelten Arzt zur Verfügung stellen. 

Gespräche mit anderen Kassen sind geplant, um eine einheitliche Lösung für alle Versicherten zu finden, sodass auch bei einem Wechsel die Akten mitgenommen werden können. 

Was sagen Sie dazu? Würden Sie eine digitale Gesundheitskarte in Anspruch nehmen?