Sommerferien. Leere Operationssäle. Ruhige Notaufnahmen. Corona.

Zudem fragen wir uns, wieso besteht nicht die Möglichkeit, das Stammpersonal mit den Pflegekräften der Zeitarbeit weiterhin zu unterstützen?

Alles Begründungen mit denen man sich derzeit abfinden muss, wieso man für das Pflegepersonal, die in der Zeitarbeit beschäftigt sind, weniger bis gar keine Einsätze findet. Dass das eigene Stammpersonal der Krankenhäuser jedoch Zusatzdienste macht, sowie Überstunden und jede Menge 12-Stunden Dienste an mehr als 7 Tage hintereinander, davon ist nicht die Rede. 

Bis vor ein paar Wochen war die Zusatzprämie überall in den Mündern der Politiker, sowie unterwegs in der Welt der Medien. Kaum einer konnte mehr überhören, dass man doch nun verstanden hatte, dass unsere Gesundheits- und Krankenpfleger, Operationstechnische Assistenten und Rettungssanitäter, sich seit Jahren mit schlechteren Löhnen, sowohl als auch schlechten Arbeitsbedingungen zufrieden geben müssen. Somit entschied sich die Bundesregierung dafür einen Pflegebonus in Höhe von 1.500€ an das Pflegepersonal auszuzahlen. 

Jedoch hat sich dieses Versprechen für unsere „Heldinnen und Helden des Alltags“, zumindest für die, die in den Krankenhäusern arbeiten, schon wieder in Luft aufgelöst. Lediglich die Pflegekräfte in der Altenpflege, bekommen diesen Bonus ausgezahlt. Was das Mindeste ist, jedoch immer noch nicht ausreicht, wenn man bedenkt, dass diese Berufe so unterschiedlich behandelt werden.  

Das Resultat ist also, dass das Stammpersonal der Krankenhäuser auch ohne den Pflegebonus weiter Überstunden machen wird und das Pflegepersonal der Zeitarbeitsfirmen auf Aufträge warten muss. Der nicht ausgezahlte Pflegebonus wäre unserer Meinung nach ein großer Motivator für die Pflegekräfte, wenn auch nur monetär, aber immerhin eine kleine Unterstützung in diesen Zeiten.
Zudem fragen wir uns, wieso besteht nicht die Möglichkeit, das Stammpersonal mit den Pflegekräften der Zeitarbeit weiterhin zu unterstützen?